Im Jahr 1994, als schnelle 486er CPUs nur in wenigen Gamer-Rechnern werkelten, und Comodores Amiga unter Gamern noch eine feste Grösse war, landete der deutsche Entwickler Greenwood mit der ungewöhnlichen Spielidee einer Wirtschaftssimulation im Speditionsbereich einen absoluten Überraschungshit. Zusammen mit dem 1996 erschienenen Nachfolger und zwei Add-Ons inklusive Nachvermarktung gingen bis heute knapp zwei Millionen “Planer” über die Ladentheken. Bei Greenwood, seit einiger Zeit Softwarelabel der Bochumer Phenomedia AG, werden seit letztem Jahr unter der Projektleitung des Planer-Schöpfers Holger Beisheim (geb. Dickmann) das Kunden-Feedback, eigene Ideen und der gewaltige technische Fortschritt der letzten fünf Jahre genutzt, um einen zeitgemäßen Nachfolger zu entwickeln. Wir konnten uns anhand einer frühen lauffähigen Version einen ersten Eindruck von Der Planer 3 machen und haben für sie eine umfangreiche Vorschau zusammengefasst.

Auch im dritten Planer beginnt der Spieler als junger, diesmal jedoch alleinstehender Speditionskaufmann mit dem Ziel, trotz harter Konkurrenz eine grosse Spedition aufzubauen und trotzdem als Workaholic ein erfülltes Privatleben zu geniessen.

Die ersten Schritte in der “eigenen” Spedition:

Hierzu gibt die isometrische Perspektive zu Beginn den Blick auf die beiden ersten, zunächst angemieteten Büros der jungen Spedition frei, wo anfangs neben dem Chef, nur ein(e) Assistent(in) beschäftigt ist. Um die Übersicht zu gewährleisten, erscheinen die Zwischenwände, die den Einblick in benachbarte Büros behindern würden, durchsichtig. Zum problemlosen Spieleinstieg wird Der P3 ein umfangreiches Tutorial bieten.

An der Laderampe warten bereits die Fahrer mit den ihnen zugeteilten LKWs auf Beschäftigung. Innerhalb eines engen Zeit- und Finanzrahmens müssen nun erste lukrative Frachtverträge abgeschlossen und von den Fahrern in Deutschland und den Nachbarländern ausgeführt werden. Greenwood hatte hierzu erst kürzlich einen Stadtdesigner-Wettbewerb ausgerufen, in dem die Planer-Fans mit einem Stadteditor ihre eigenen Städte entwerfen konnten. Der Wettbewerb ist mittlerweile beendet und einige Stadtdesigner werden ihre Werke auf der Stadtkarte mit 180 Fahrzielen im fertigen Spiel wiederfinden. Eine 3D-Fahrsimulation, in der sich der Spieler selber ans Steuer seiner LKWs setzen kann, wird aber nach aktuellem Stand der Dinge erst im bereits geplanten Add-On enthalten sein. Wer sich den enormen Aufwand für solch ein Vorhaben etwa anhand von Ascarons Truckersimulation King of the Road vor Augen führt, wird diese Entscheidung der Entwickler schnell nachvollziehen können.

der_p3_game

Expansion:

Erwirtschaftete erste Gewinne können dann auf vielfältigste Weise zum Wohle der Firma investiert werden. Zwar kostet der Fuhrpark mit seinen auf die jeweilige Frachtart (Silo-, Containerfracht u.s.w) abgestimmten Fahrzeugen schon im Unterhalt eine beträchtliche Stange Geld, aber nur wer hier vorausschauend die Frachtkapazitäten durch die Anschaffung neuer LKWs, Erweiterung des Lagers sowie zusätzliche Zweigstellen ausbaut, wird im späteren Spielverlauf flexibel auf Wünsche der Kunden und oder eine veränderte Auftragslage reagieren und zu jeder Zeit lukrative Aufträge abgreifen können. In Der Planer 3 kommen die Entwickler von madcat interactive zahlreichen Wünschen der Planer-Spieler nach und haben unter anderem die Möglichkeit integriert, auch Verträge mit Stammkunden abzuschliessen.

Während die Spedition vom anfänglichen Kleinstbetrieb hin zum Logistikriesen wächst, wird der Spieler seine Firma in zahlreichen vorgegeben Stufen ausbauen können. Um Platz für mehr Personal (Buchhaltung, Manager u.s.w.) und einen grösseren Fuhrpark zu schaffen, werden zusätzlich zu den ersten Büros entweder zusätzliche Räume und Verladerampen angemietet oder gleich selbst angebaut werden können. Ab einer bestimmten Grösse des Fuhrparks wird sich auch das Betanken und Warten der Fahrzeuge an der firmeneigenen Tankstelle und in der Werkstatt rechnen.